Kneipen – Schankwirtschaften und soziale Treffpunkte

„Die kleine Kneipe in unserer Straße“, Peter Alexander hat es auf den Punkt gebracht. Kneipen gab es bereits im 18.Jahrhundert, auch wenn den engen Räumlichkeiten jeglicher Komfort fehlte. Kneipen im herkömmlichen Sinne schenken Bier vom Fass, andere alkoholische Getränke und Softdrinks aus. Wenn überhaupt, gibt es nur kleine Speisen. Viele Kneipen öffnen gegen Abend. Die ersten Gäste kommen gleich nach der Arbeit vorbei. Das ist die beste Tageszeit, um sich mit dem Kneipenwirt und den anderen Besuchern auszutauschen. Das Feierabendbier hat Tradition. Bierkneipen befinden sich vorwiegend in den Wohngebieten der Innenstädte. Sie sind an jeder Ecke zu finden. Die beliebtesten Sitzplätze sind die Barhocker rund um den Tresen, die wenigen Tische sind seltener besetzt. Besonders für Alleinstehende und ältere Menschen ist die Kneipe ein wichtiger Ort. Soziale Kontakte sind rar geworden in unserer hektischen Welt und so bleibt der Kneipenwirt an manchen Tagen der einzige Ansprechpartner.

Der Kneipenwirt – die Seele der Kneipe

In den meisten Fällen ist der Kneipenwirt gleichzeitig der Besitzer oder Pächter. Mit ihm steht und fällt das Geschäft. Ist der Wirt beliebt, macht sich das an der Anzahl der Gäste bemerkbar. Ein guter Kneipenwirt ist zugleich ein guter Zuhörer. Ist er darüber hinaus noch spendabel, dann erhält er sich die Gunst seiner Stammgäste. Kneipenwirt ist man mit Leib und Seele oder man lässt es sein. Viele Kneipen können sich keinen Ruhetag leisten und der Wirt steht Abend für Abend hinter seinem Tresen. Die Kneipe ist sein Zuhause. Gibt es eine Ehefrau, dann arbeitet sie oft in der Küche mit. Mittlerweile bieten fast alle Kneipen etwas zum Essen an. Der Gast soll sich wohlfühlen, bleiben und vor allen Dingen noch etwas zum Trinken bestellen. An Sonn- und Feiertagen sind etliche Kneipen bereits am Vormittag geöffnet. Den klassischen Frühschoppen gibt es noch und er wird ausgiebig genossen.

Die Kneipen der modernen Zeit

Die Jugend hat andere Vorlieben, Cafés oder Bistros sind beliebte After-Work-Locations. So mancher Kneipenwirt schafft Platz für einen Billardtisch, einen Kicker oder für Spielautomaten. Damit lockt er wenigstens einen Teil der Jugendlichen aus dem Stadtteil in seine Kneipe. Wegen angesagter Bars, Pubs und Clubs haben die jungen Leute weitestgehend mit der alten Kneipentradition gebrochen. Allerdings punkten einige Kneipenwirte noch mit den regelmäßigen Besuchen von Kartenspielern oder Vereinen, die sich bei ihm treffen. Selbst die Multikulti-Gesellschaft macht vor der Kneipenkultur keinen Halt und so manche Schankwirtschaft muss einem Betrieb mit fremdartigem Flair weichen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>